Österreich
 

SC in Ruhe Dr. Otto Gratschmayer:

 

Schön war' s im Mostviertel!

Auch das diesjährige 19. Schielleitener Treffen war wieder ein voller Erfolg. Über 150 Teilnehmer waren dem Ruf der Veranstalter gefolgt und aus allen Teilen unserer Heimat nach Neuhofen an der Ybbs, der "Ostarrichi-Gemeinde", gekommen.

Die bestens durch die Vorstände unserer niederösterreichischen Zollämter Amstetten und Gmünd-Nagelberg, Kollegen Keusch und Zimmel, vorbereitete und organisierte Veranstaltung fand unser aller Gefallen. 
An Hand der schon rein optisch überaus gelungenen Einladung gelang es uns allen, mehr oder minder leicht, am 8. Oktober dieses Jahres zur "Wiege Österreichs" zu gelangen. Nach Bezug der recht angenehmen Quartiere hießen uns am späteren Nachmittag im modernen "Kulturhof" die Veranstalter willkommen und es ging anschließend für die Vereinsmitglieder zur 3. ordentlichen Generalversammlung, während die Begleiterinnen und Freunde des Vereins eine zu dieser Zeit dort ebenfalls untergebrachte Sonderausstellung "Der gekrönte Mohr" besuchten. 
Die Generalversammlung wurde tagesordnungsgemäß sehr gelungen abgewickelt, wobei wir einleitend unserer verstorbenen Mitglieder, im Besonderen eines Schielleiteners der ersten Stunde, unseres Kurt Kumbilieff, gedachten. Manchen von uns war damals noch nicht bekannt, dass ein alter Freund der Schielleitener Idee, der allseits bekannte Spitzenpersonalvertreter Gottfried Bozek kurz vorher im September verstorben war.

Das Ergebnis der Generalversammung, deren Einzelheiten dem diesbezüglichen Protokoll zu entnehmen sind, zeigte im Wesentlichen, dass der Beschluss der Einbettung der Schielleitener Idee und ihrer Treffen in einen Verein sicherlich nicht der falsche Weg war. Die Berichte der Vorstandsmitglieder, der Rechnungsprüfer und weitere Anträge wurden alle einstimmig zur Kenntnis genommen. Dem gesamten Vorstand vielen Dank für die geleistete Arbeit und viel Erfolg für das nächste Vereinsjahr! 

Der anschließende Abend sah uns gemeinsam beim Empfang des Herrn Landeshauptmannes für Niederösterreich, gleichfalls im "Kulturhof', wo uns besonders freute, dass der Dritte Präsident des niederösterreichischen Landtages, Dr. Penz, es sich nicht nehmen ließ, bis spät in die Abendstunden mit uns zu plaudern. Bei unseren Schielleitenern hörte ich oft an den Tischen: "Kannst dich noch erinnern ...?"

Am nächsten Tag, der von 9 Uhr bis mittags der Seminartätigkeit vorbehalten war, waren wir nahezu alle, auch die meisten Pensionisten, wieder im "Kulturhof' versammelt. Wir hörten dabei die Grußworte und ein kurzes Statement des neuen Leiters der Sektion III, SC Mag. T. Wieser, sowie ein mit Leidenschaft von Mag. Koch von der Wirtschaftskammer Österreich vorgebrachtes Referat "EURO - Herausforderung und Chance". Meine persönliche Meinung dazu: Hoffentlich trifft wirklich alles so ein, wie angekündigt. Auch der neue Bundessteuerinspektor Hermann Madlberger überraschte uns mit seinem für den Steuersektor geplanten Vorhaben "Finanz 2001". Wir wünschen ihm dafür viel Glück. 
Unser Bundeszollinspektor, Mag. Peter Zeller, hatte es in seinem Vortrag diesmal etwas mit der Tiefenpsychologie. Seine fragenden Feststellungen zielten eindeutig auf den idealen Vorgesetzten hin, den sich alle nur wünschen können.

Alles in allem ein sehr interessanter und lohnender Seminarvormittag. Auch die Pensionisten werden sich dabei angesprochen gefühlt haben. Ein Gratula den Veranstaltern. 
Unsere Begleiterinnen und ein Teil unserer Pensionisten genossen den Vormittag nach einer kleinen Spazierfahrt im äußerst gut ausgestatteten Mostviertler Bauernmuseum und lernten dort u. a. die vielfältige Kultur dieses historisch so bedeutenden Landstriches kennen.
Der Nachmittag vereinigte uns dann zu einer gemeinsamen Busfahrt durchs Mostviertel, die uns vorerst zu einem Besuch des YO - Ybbstaler Obst- und Fruchtsafterzeugers und anschließend hinauf zur wunderschönen Basilika auf den Sonntagberg führte. Ein Prachtbau in jubelndem Barock. Auch die Rückfahrt über die Mostviertler Höhenstraße, die uns so einen richtigen Eindruck in die dortige so reizende bergige Landschaft vermittelte, wird uns trotz der schon spätherbstlichen Witterung in angenehmster Erinnerung bleiben. 

Der nachfolgende Mostviertler Abend im Hotel Kothmühle, bei dem uns eine junge Künstlerin mit ihrem exzellenten Harfenspiel erfreute, trug sicher wie die gesamte Veranstaltung zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls unserer Schielleitener über die Jahrgänge hinweg bei. Besonders freute uns, dass auch nach einigen Irrwegen im Verlaufe des Abends der Herr Präsident der Finanzlandesdirektion für Wien, Niederösterreich und Burgenland, Dr. Manfred Frey, zu uns gestoßen war und auch der Herr Präsident der Bundeswirtschaftskammer, Ing. Leopold Maderthaner, den weiten Weg ins Mostviertel nicht gescheut haben. 

Was mir als Koordinator für Angelegenheiten unserer Pensionisten besonders gefiel, war, dass wieder eine ganz erkleckliche Anzahl von uns Ruheständlern mit dabei war, so neben dem "harten Kern" nach längerer Zeit wieder unsere Brüder Gruber aus Oberösterreich, die an unseren Vereinspräsidenten als Andenken an vergangene Treffen im do. Bereich Erinnerungsgeschenke mitbrachten. 

Nach dem traditionellen Kirchenbesuch am Sonntag und anschließendem Frühschoppen im Gasthof "Zur Post" verblieb mir nur mehr, den Veranstaltern für ihre äußerst gelungene Veranstaltung zu danken und allen noch anwesenden Kollegen eine gute Heimfahrt und vor allem beste Gesundheit bis zu unserem nächsten Jubiläumstreffen (20.), voraussichtlich vom 6. bis 8. Oktober 2000 in Wien, zu wünschen. 

SC Dr. Otto Gratschmayer

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20.05.2012

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