Berufliche
Laufbahn:
Sein oder Nichtsein, das ist die Frage!
Präsident i.R. Ehrenmitglied
Dr. Walter Krenn
Die Zusammenführung von
Zoll- und Finanz Führungseliten durch Änderung unserer
Vereinsstatuten und die Erweiterung des Mitgliederkreises ist nach wie vor das Thema, das
auch das Zusammentreffen in Wels beherrschen wird. Von den Initiatoren wurde in Jennersdorf
ein Konzept versprochen, das die Ziele, Vor- und Nachteile einer Änderung auflisten
sollte. Die Mitglieder sollten sich vorstellen können, was mit dieser gravierenden Änderung
des Vereinsgefüges eigentlich bezweckt werden sollte. Bis heute wurde von den Betreibern
kein schriftlicher Vorschlag unterbreitet, so dass eine Grundlage für eine demokratische
Entscheidung fehlt.
Die Idee des Zusammenschlusses
der Schielleitener Seminaristen geht auf Sekt. Chef Dr. Otto Gratschmayer zurück,
wurde von mir aufgegriffen und umgesetzt. Der Zweck war die beruflichen, privaten und
gesellschaftlichen Kontakte zwischen den Teilnehmern auch nach
dem Seminar im Rahmen der österreichischen Zollverwaltung aufrecht zu erhalten und
damit auch einen laufenden Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu betreiben. Auf dieser Basis
wurden die 16 Treffen von 1981 bis 1996 abgehalten. Es waren schöne gemeinsame Erlebnisse
und auch für die berufliche Tätigkeit sehr fruchtbar. Die gute Zusammenarbeit
mit den Kollegen vor Ort und deren persönlicher Einsatz trugen wesentlich zum Gelingen
der Veranstaltungen bei.
Die Zeit ging natürlich nicht spurlos vorüber und so traten aus den ersten Seminaren
immer mehr Teilnehmer altersbedingt in den Ruhestand. Die Zahl der Aktiven wurde geringer
und den Pensionisten fehlte für eine aktive Leitungsfunktion die Infrastruktur So war
es zu begrüßen, dass 1997 in Ischl die Vereinsgründung erfolgte, wobei dies
seitens des Bundesministeriums nicht ohne Hintergedanken gefördert wurde.
Wurden früher die Verbindungen
zur Wirtschaft sehr restriktiv gehandhabt, wegen unerlaubter Einflussnahme oder Begünstigung,
wurde dies nach der Vereinsgründung lockerer,
die Zusammenarbeit mit der Präsentation der Zollverwaltung in der Öffentlichkeit
und den Änderungen durch den EU-Beitritt intensiviert. Dazu versuchte die Verwaltung
dem Verein verschiedene Aufgabe zu übertragen, die allerdings im statutenmäßigen
Zweck des Vereins nicht unterzubringen waren.
Ich sehe auf Grund der zahlreichen Änderungen in der Verwaltung und auch im internen
Aufgabenbereich folgende Möglichkeiten für das Weiterbestehen des Vereins:
Für die Punkte 1 und 2 müssen die Statuten bezüglich Vereinszweck nur geringfügig
geändert und auf die EU Zollverwaltung erweitert werden.
Für den Fall, dass sich die Mitglieder auf die Variante 3 festlegen, sind für
den Erhalt der ursprünglichen Idee im Vorstand für den Zoll Paritäten bei
der Besetzung der Funktionen festzulegen.
Nachdem die Zollwache nun endgültig
zum Innenministerium kommt, muß darauf nicht
mehr Rücksicht genommen werden. Die Zolljuristen sind ja dem Dienstschema nach Finanzakademiker,
so dass sich hier keine Unterschiede ergeben. Entscheidend ist das Gros der Zollbeamten.
Sie müssen in einer geheimen Umfrage Stellung nehmen können, ob und wohin der
Verein unter größtmöglichster Beibehaltung der ursprünglichen Ziele
sich weiterentwickeln soll.
Der Verein ist eine juristische
Person und rechtlich selbständig. Er ist ein freiwilliger,
auf Dauer angelegter, von Statuten organisierter Zusammenschluss von mindestens 2 Personen
zur Verfolgung eines bestimmten, gemeinsamen, ideellen Zwecks. Wir unterliegen daher auch
keiner Weisungsbefugnis oder Empfehlungen der Behörde. Das sollte auch bei der zu
treffenden Entscheidung berücksichtigt werden. Der Einsatz von Experten unseres Vereines
kann im Rahmen der Agentur für Europäische Integration und wirtschaftliche Entwicklung
sinnvoller Weise erfolgen, wie durch unseren Präsidenten bereits erfolgt.