Österreich
 

Führungskräfteseminar vom 6. bis 10. September 2004 in Schielleiten
Ein Beitrag von Karin Fridau

Das diesjährige Schielleitener Führungskräfteseminar fand vom 6. September 2004 bis einschließlich 10. September 2004 im schönen Schloss Schielleiten statt. Die Dauer von nur einer Woche wird einige Leser sowie all die Schielleitner Absolventen der vergangenen Jahre verwundern. Leider wurde das traditionelle 14-tägige Schielleitner Führungskräfteseminar auf eine Woche gekürzt.

Der sogenannte Managementteil (Zeitmanagement, Konfliktmanagement, Kommunikation u.v.a.m.) findet leider nicht mehr statt, da dieser Bereich der Führungskräfteweiterbildung durch die im Zuge der Reform neu geschaffene Bundesfinanzakademie abgedeckt werden soll. Schade, es wäre sicher sehr interessant gewesen auch in diesen Bereichen Erfahrungen zu sammeln bzw. diese auszutauschen.

Die Einladung zu diesem Seminar kam für mich sehr überraschend, doch ich nahm sie trotz des dienstlichen Zeitdrucks im Zuge der Verwaltungsreform sehr gerne an, denn ich bin der Meinung, dass Lernen nach der Absolvierung der Schule bzw. eines Studiums sowie der jeweiligen Fachausbildung nicht aufhören kann, sondern ständig weitergehen soll.

Ich hatte von diesem Führungskräfteseminar noch nicht viel gehört und konnte mir nicht vorstellen, was mich erwarten wird. Die Tatsache, dass ich als einzige Frau eingeladen wurde an diesem Seminar gemeinsam mit 11 Männern teilzunehmen, erweckte in mir vor allem auch Neugierde.

Schon am Tag der Anreise strahlte der Himmel in seinem schönsten herbstlichen Blau, die Fahrt durch die Apfelstraße war herrlich, vorbei am Tierpark Herberstein, dem Stubenbergsee und dann erst die Ankunft im Schlosspark der Bundessportschule Schielleiten. Das Ambiente ist einfach einmalig- das muss man gesehen haben!

Unser Seminarleiter, Hofrat Mag. Bernhard Sklusak, empfing uns herzlichst und bereits beim ersten gemeinsamen Mittagessen wusste ich, dass uns eine sehr interessante und kommuni­kativ wertvolle Woche bevorsteht.

Die Vorträge des Seminarleiters, HR Mag. Bernhard Sklusak, über Amtshaftung und Organ­haftpflicht, des Präsidenten der österr. Finanzprokuratur, Dr. Michael Sawerthal, über die Aufgaben der Prokuratur sowie die Ausführungen von Erwin Antl über die Agenden der Buchhaltungsagentur ließen die ersten zwei Tage wie im Flug vergehen.

Als einzige Frau in der Vortragsreihe gab die Präsidentin des Unabhängigen Finanzsenates, Dr. Daniela Moser, Auskunft über die Erfahrungen und Aufgaben des seit 2 Jahren bestehenden UFS in Österreich.

Als besonders interessant gestaltete sich der Vortrag bzw. die Diskussionen mit Prof. Dr. Hannes Drössler, der uns zum Thema Wissens- und Informationsgesellschaft Rede und Antwort stand. Für dieses Thema hatten wir einen zeitlichen Rahmen von 6 Stunden, doch selbst diese Zeit erschien uns noch zu kurz, einige Diskussionsthemen konnten nur sehr kurz angerissen werden

Den letzten Vortragsnachmittag gestaltete der Vizepräsident des Schielleitener Absolventen­verbandes, MMag. Helgar Thomic-Sutterlüti, mit dem sehr interessant präsentierten Vortrag über EU-Recht/Nationales Recht. Ich habe bisher in meiner Ausbildung mehrmals Vorträge darüber gehört, leider gingen diese eher unbeachtet an mir vorüber. Diesmal habe ich einiges Wissenwerte dazugelernt und hoffe, dass mir das EU-Recht aufgrund der Vortragsweise von MMag. Helgar Thomic-Sutterlüti doch ein bisschen in Erinnerung bleiben wird.

Den Abschluss der wirklich sehr sorgfältig ausgewählten interssanten Vortragsreihe
bildete der Präsident des Schielleitener Absolventenverbandes, AD Wolfgang Müller, als Vortragender zum Thema Globalisierung, Verwaltung, International. Auch hier werden wir sicher einiges Gesagte nicht vergessen, denn durch diesen Vortrag wurden wir wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, sich den Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Grenzen zu stellen. Es wurde uns verstärkt bewusst, wie wichtig es in Zukunft für jeden einzelnen von uns sein wird, an diesen Veränderungen selbst aktiv mitzu­wirken und sei es nur in der Art und Weise, dass wir über den „Tellerrand“ hinausschauen um festzustellen, was rund um uns geschieht.

Obwohl uns die zweite Woche in Sachen Managementausbildung leider nicht gegönnt war, glaube ich, dass diese eine gemeinsame Woche von bereits tätigen Führungskräften sowie angehenden Führungskräften im Zoll- bzw. Steuerbereich für uns alle eine sehr kommuni­kationsfördernde Woche war. Der Erfahrungsaustausch fand während der Seminare, bei den ausgezeichneten Mittag- bzw. Abendessen, beim gemeinsamen Kegelabend, beim Backhendl­essen und "Bierbrauen" sowie bei der Morgengymnastik und natürlich auch während der Kaffeepausen (ein Dankeschön an unseren Seminarleiter Bernhard für die Organisation von Kaffeemaschine und den anderen wichtigen Utensilien dazu) statt.

Das ist mein Rückblick auf Schielleiten 2004 in Kurzfassung. Ich von meiner Seite kann mich nur nochmals für die Einladung bedanken und möchte vor allem erwähren, dass ich mich unter insgesamt 17 Männern (inkl. der Vortragenden und unserem fürsorglichen Seminarleiter) sehr wohl gefühlt habe, da ich von allen sehr herzlich aufgenommen wurde.

Einen Dank möchte ich im Namen aller „Schielleitener 2004“ Herrn Dr. Friedrich Stanzel und auch noch an - auch wir sind bereits seit Freitag, den 10. September 2004, stolze Schielleitener Absolventen - Präsidenten, AD Wolfgang Müller sowie an unseren Vizepräsidenten MMag. Helgar Thomic-Sutterlüti, richten, denn sie haben es erst möglich gemacht, dass in diesem Jahr zumindest diese eine Woche Schielleiten stattfinden konnte.

 

Fotos vom Seminar:

 

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20.05.2012

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