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Sehr
geehrte Kolleginnen und Kollegen!
Liebe Schielleitener!
Vizepräsident
MMag. Helgar Thomic-Sutterlüti
Seit
geraumer Zeit wird kolportiert, die Umsetzung des Ressortübereinkommens
betreffend die Reorganisation der Zollwache werde mehr
und mehr im Kreis der Schielleitener Führungskräfte
abgewickelt. Ohne die Zugehörigkeit der Aktivposten
in der Projektabwicklung zu den Schielleitenern prüfen
zu wollen, kann doch jedenfalls gesagt werden, dass breite
Unterstützung von vielen Kollegen außerhalb des
BMF kommt, die wir glücklicherweise zu unserer
Gemeinschaft zählen dürfen.
Das Projekt Zollwache geht nunmehr in die entscheidende
Phase. Es war in den letzten Monaten nicht
immer leicht, im Zuge aller laufenden
Reformvorhaben und Unsicherheiten, die
Reorganisationsmaßnahmen üblicherweise
mit sich bringen, die entsprechende
Unterstützung zu bekommen.
Der Zeitdruck, unter dem
die Integration der
Arbeitsplätze in die Strukturen
einer weiterhin voll funktionsfähigen
Zollverwaltung von
statten gehen musste, war
enorm. Immerhin ging es
darum, gemeinsam mit dem
BMI einen friktionsfreien und
langfristig abgestimmten Weg
für die beiderseitige
Aufgabenwahrnehmung festzulegen
und die Konzentration auf die
Kernaufgaben (insbesondere Zollund
Verbrauchsteuerverfahren,
Warenkontrollen, Bekämpfung des Steuerund
Zollbetruges etc.) herzustellen und
Bereinigungen auf der Ebene der
Sekundärzuständigkeiten vorzunehmen.
Wir
haben uns sehr bemüht, in mehreren
Regionalveranstaltungen den Zollwachebediensteten
nicht nur zu vermitteln, dass das Bundesministerium
für Finanzen und die Zollfamilie im besonderen weiterhin
ein Umfeld bieten, in dem interessante Arbeit auf
attraktiven Arbeitsplätzen geboten wird. Wichtig war
und ist es für uns auch, unseren Kolleginnen und
Kollegen von der Zollwache zu zeigen, dass die laufenden
Veränderungen für sehr viele Mitarbeiter Chancen
bieten, die es seit langem nicht gegeben hat. Höhere
Durchlässigkeit zwischen den Verwendungsgruppen,
ein personalpolitischer Grundsatz der
Finanzverwaltung der Zukunft, wird dazu beitragen,
dass die Sonderregelung des § 113g Gehaltsgesetz zur
Ausnahme werden soll.
In diesem
Zusammenhang darf die konstruktive Rolle der sog. zivilen Personalvertretung
nicht unbetont bleiben.
Sie hat sehr rasch eine Sicht der neuen
Gemeinsamkeit entwickelt und auch gesamtheitliches
Verständnis dafür gezeigt, dass die durch die politischen
Vorgaben geschaffene besondere Situation auch
spezifische Lösungen erfordert. Vielleicht hat auch hier
der oft beschworene Geist der Schielleitener
Sachlichkeit etwas beigetragen.
Dem Projektteam liegt sehr viel daran, das breite Teile
der Zollverwaltung kennzeichnende
Zusammengehörigkeitsgefühl auf möglichst viele
Kolleginnen und Kollegen der Zollwache auszudehnen
und auf den Prinzipien der
Seriosität und des Vertrauens in die
Führungskräfte aufzubauen.
Sehr stark hat sich mir in den letzten
Monaten gezeigt, dass die
Arbeit des Projektteams
Zollwache von unseren
Kollegen der Zollwache zwar
sehr positiv beurteilt wird,
aber eine gewisse, lassen Sie
mich sagen, abstrakte
Frustration darüber herrscht,
dass "es nicht so weiter gegangen
ist, wie man es erwartet
hat".
An diesem
Punkt könnte
man nun sehr lange verharren
und etwa darüber diskutieren, wie
realistisch die Beibehaltung eines
Personalstandes angesichts des Faktums
ist, dass die Zollverwaltung derzeit rund 800
Mannjahre für Kontrollen im Reiseverkehr an der
mit 1. Mai nächsten Jahres wegfallenden Zollgrenze zu
den Beitrittskandidatenländern einsetzt.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir müssen in die
Zukunft schauen. Egal unter welchen Bedingungen
und Vorgaben: Zu den Gewinnern zählen, und ich
meine das jetzt nicht nur aus finanzieller Sicht, langfristig
jene, die sich mental bewegen und die bereits
angesprochenen Änderungen als neue
Herausforderung sehen.
Ein wichtiges Faktum ist auch, und wir haben das im
Rahmen der Regionalveranstaltungen angesichts der
verständlicherweise bestehenden Unsicherheit oft
betont, dass die Finanzverwaltung der Fürsorgepflicht
den Mitarbeitern gegenüber stets ausgedehnt nachgekommen
ist. Die in unseren Statuten festgehaltene
Bedeutung der älteren oder bereits im Ruhestand
befindlichen Kollegen brauche ich nicht eigens zu
unterstreichen.
Die mit den Führungskräften und damit auch den
Schielleitenern erzielten Ergebnisse lassen sich sehen.
Von wegen (mancherorts kolportiertem)
"
Kompetenzabbau"; lassen Sie mich in Schlagworten
festhalten: flachere Hierarchie, mehr Teamphilosophie,
MMag. Helgar
Thomic-Sutterlüti
verbesserte rechtliche Grundlagen (Neapel IIUmsetzung),
Konzentration auf die eigenen Aufgaben
der Zoll- und Steuerverwaltung; weiterhin
Diensthundewesen, Bewaffnung, wo erforderlich;
Sicherheitstraining, technische Ausrüstung (u.a.
Scanmobile); aber auch Weiterbestand der
Zollwachemusik als besonderes Integrationszeichen.
Diese Erfolge haben aber offenbar leider manche
gestört, die, so scheint es, vielleicht lieber eine desolate
Verwaltung gesehen hätten. Wem nützte das, mag
man sich fragen. Mancherorts im eigenen Ressort
bestanden negative Tendenzen wie im EU-Beitrittsjahr.
Offenbar können persönliche Motive bestimmte
Akteure tatsächlich in eine Richtung leiten, die der
rationell denkende Durchschnittsmensch nicht für
möglich halten würde.
Angesichts rund 500, auf den Inhalten und Kriterien
der Tätigkeiten der (bisherigen) Zollwachebediensteten
aufgebauten Arbeitsplätze der Verwendungsgruppe
A2, weiterer über 100 seitens der Steuerverwaltung
offerierten A2-Arbeitsplätze sowie eines - angesichts
der Ruhestandsversetzungen - nicht zu besetzenden
Umfanges an A3/5 bzw. A3/4-Arbeitsplätze ist die
Seriosität der Arbeiten in diesem Projekt klar zu erkennen.
Ü ber 400 Kolleginnen und Kollegen der Zollwache
haben in den - doch mit sehr kurzen Fristen verbundenen
- Ausschreibungen bereits ihr Interesse an konkreten
Arbeitsplätzen bekundet.
Auch viele Kollegen
des zivilen Dienstes wurden von den
Begutachtungskommissionen für besonders geeignet
eingestuft.
Wir werden unseren Mitarbeitern zeigen, dass wir
unsere Zusagen einhalten. Wer die Dienstbehörde
durch die entsprechenden Erklärungen unterstützt,
kann noch im heurigen Jahr die bescheidmäßige
Feststellung in Händen halten, auf welchem
Arbeitsplatz sie oder er ab 1. Mai 2004 wirken wird.
Wir werden diesen Weg weiter gehen und zählen dabei
im besonderen auf unsere Freunde aus dem Kreis
Schielleiten, auf dass Sie die Zoll- und
Steuerverwaltung mit besonderer Verantwortung für
alle Zollwachekollegen unterstützen und diese weiterhin
fair und objektiv beraten. Sie sind wesentliches
Sprachrohr des Bundesministeriums für Finanzen und
des Projektteams im besonderen.
Für die Projektleitung
Helgar Thomic-Sutterlüti.
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